Freibergerwallach 20 Jahre

Sasa
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Re: Freibergerwallach 20 Jahre

Beitrag von Sasa » Di 13. Sep 2016, 17:23

Kathy71 hat geschrieben:Ehrlich: Wenn man diese Dinger https://www.softrideboots.com zum Reiten braucht, dann stimmt irgendetwas Grundlegendes überhaupt nicht.
Danke Dir

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Annette
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Re: Freibergerwallach 20 Jahre

Beitrag von Annette » Di 13. Sep 2016, 17:34

Wenn der TA schon keine Diagnose stellen konnte, hat er dann wenigstens anhand der Röbis und anderer Untersuchungen Sachen ausschließen können?

Wenn das Pferd am besten auf Aspahlt läuft, kann man ja schon mal Sachen ausschließen, die mit der Lamellenschicht zu tun haben.

Mit Hufknorpelverknöcherung kenne ich mich nicht aus. Wenn das Pferd aber auf weichen Untergründen schlechter läuft, kann es entweder sein, dass er Druck irgendwo unter der Sohle nicht verträgt. Oder es liegt an der Verkippung selbst, wie Saskia schon schrieb.

Ich finde auch, dass die Röbis so aussehen, als wären da Hufgeschwürhöhlen. Außerdem finde ich im ersten Röbi den Hufbeinrand rechts von der Mitte auffällig.

Läuft er auf beiden Hufen gleich schlecht?

Reagiert er irgendwo auf die Hufzange?
Annette

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Re: Freibergerwallach 20 Jahre

Beitrag von Sasa » Di 13. Sep 2016, 17:36

saskia hat geschrieben:Dann tippe ich doch mal darauf, dass ihm die Hufknorpelverknöcherungen Beschwerden machen, weil die Verknöcherungen irgendwie "im Weg sind" beim seitwärtskippen des Hufes auf unebenem Boden.

Meines bisherigen Laienwissen zufolge bilden sich Hufknorpelverknöcherungen als stabilisierende Strukturen, wenn die Knorpel überlastet sind. Nur sind diese Verknöcherungen eben auch nicht so flexibel wie ein Knorpel und können je nach Lage und Ausmass bei bestimmten Bewegungen stören bzw schmerzen. Und gerade bei unebenem Boden wird der Huf ja quasi "in alle Richtungen" bewegt. Gesunde elastische Strukturen halten das aus, aber die Verknöcherung bringt eben Steifheit mit rein, und wenn der steife Bereich quasi "gewaltsam" bewegt wird, tut's weh.

Ich habe allerdings auch schon einigemale gelesen, dass sich solche Verknöcherungen in manchen Fällen sogar wieder zurückgebildet haben, wenn der Huf ausbalanciert wurde und damit die Knorpelbereiche von der Überlastung befreit wurden. Der "Reparaturmechanismus" der Verknöcherung war nicht mehr nötig und wurde wieder abgebaut (was natürlich entspreched lange dauert, aber nicht unmöglich ist).

Aber wie gesagt, kann ich auch voll daneben liegen mit der Ursacheneinschätzung. Vielleicht sagt doch noch einer der Profis was dazu....
Danke für Deinen Input.Ich glaube auch dass das Problem in diese Richtung geht.
Ich habe die Hoffnung das es mit der Zeit wieder besser wird.
Zusammen mit meinem Tierarzt haben wir die Softrideboots angepasst und er lief sofort einwandfrei.Das spricht schon für deine Theorie.

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Re: Freibergerwallach 20 Jahre

Beitrag von Sasa » Di 13. Sep 2016, 17:45

Annette hat geschrieben:Wenn der TA schon keine Diagnose stellen konnte, hat er dann wenigstens anhand der Röbis und anderer Untersuchungen Sachen ausschließen können?

Wenn das Pferd am besten auf Aspahlt läuft, kann man ja schon mal Sachen ausschließen, die mit der Lamellenschicht zu tun haben.

Mit Hufknorpelverknöcherung kenne ich mich nicht aus. Wenn das Pferd aber auf weichen Untergründen schlechter läuft, kann es entweder sein, dass er Druck irgendwo unter der Sohle nicht verträgt. Oder es liegt an der Verkippung selbst, wie Saskia schon schrieb.

Ich finde auch, dass die Röbis so aussehen, als wären da Hufgeschwürhöhlen. Außerdem finde ich im ersten Röbi den Hufbeinrand rechts von der Mitte auffällig.

Läuft er auf beiden Hufen gleich schlecht?

Reagiert er irgendwo auf die Hufzange?
Hufrehe hat er ausgeschlossen.Arthrosen ebenfalls.Tierarzt hat auch das Hufbein als ev. Problem gesehen(Zwiebackartige Substanz) war seine Bezeichnung dafür.Hufgeschwüre könnten aber schon auch eine Ursache sein.Er wurde leider früher sehr schlecht gepflegt Huftechnisch....Beide Hufe reagieren auf Verkippungen jedoch rechts mehr als links .Absolut keine Reaktion auf die Zangenprobe

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Re: Freibergerwallach 20 Jahre

Beitrag von Sasa » Di 13. Sep 2016, 17:57

Nur zur Klarstellung.Wir gehen mit diesen Schuhen bestimmt nicht vollgas durchs Gemüse ;)
Er hat damit aber die Möglichkeit trotz seiner (Behinderung) etwas nach draussen zu gehen und dabei schmerzfrei zu laufen.Schritt und gesetzt traben geht super.
Er hat absolut keine Probleme mit dem höheren Gewicht der Schuhe,und das Volumen täuscht extrem wenn man die nicht schon mal in der Hand hatte,kann man darüber kein Urteil fällen.
Warum soll ich ihm das verwehren,nur weil das keine" Normalen" Schuhe sind?
Vielleicht hat ja jemand von Euch die Schuhe auch schon im Einsatz?

Ich bin sehr froh das mir mein Tierarzt die empfohlen hat.Und ja, eigentlich setzt er die bei Rehepferden ein.
Aber Not macht ja bekannlich erfinderisch :)

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Re: Freibergerwallach 20 Jahre

Beitrag von Annette » Di 13. Sep 2016, 19:38

Ich kenne die Schuhe von 2 Bekannten, die sie bei Rehefällen eingesetzt haben. Ich finde das wichtigste, dass man erstmal was hat, womit die Pferde gut laufen können. Gut dass es heutzutage so viele unterschiedliche Möglichkeiten gibt. Bewegung ist ja nicht unwichtig. Dass man bei solchen Fällen die Bewegung trotzdem moderat hält, versteht sich von selbst.
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Re: Freibergerwallach 20 Jahre

Beitrag von Windsor » Di 13. Sep 2016, 21:54

Da ich leider Erfahrung habe mit Hufknorpelverknöcherungen muss ich sagen das ich eigentlich bezweifel das es daran liegt - die Verknöcherung ist ja minimal. Auch die Symptome passen dafür nicht so wirklich, gerade harter Boden wär dann schlimm für dieses Pferde - aber du schreibst ja das er aus Asphalt gut geht.
Schau dir mal die einzelnen Gelenkspalten an, die sind zum Teil normal, zum Teil sehr eng zusammen - da könnte also wenn der Boden uneben ist in weiterer Folge Knochen an Knochen reiben.
Die Trachten könnten auch noch ein bisschen niedriger werden - was man bei der seitlichen Röngtenaufnahme erkennen kann.

Da du ja leider auch keine eindäutige Diagnose bekommen wirst (ähnlich wie bei meiner Noriker Stute) - würd ich an deiner Stelle mal auf Nummer sicher gehen.
Hufbearbeitung optimieren + Duplo Jumper Beschlag. Dieses Modell ist zwar eigentlich fürs Springen gedacht, aber durch den geschlossenen Eisenkern kann man es auch gezielt für Probleme einsetzten. Durch den Kunststoff hättest du bessere Dämpfung, durch den geschlossenen Metallkern wird der Huf stabilisiert - somit könnte falls es von der Hufknorpelverknöcherung kommen würde (auch wenn ich nicht denke das es davon kommt) die Verknöcherung nicht auf die Hufwand drücken - somit tut nichts weh. Gleichzeitig würdest du die Sehnen entlasten - die Probleme können ja auch davon (Sehne, Schleimbeutel usw.) kommen. Falls das Problem durch eine Arthrose kommen würde, wär die zusätzliche Dämpfung durch den Duplo auch sehr gut.

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Re: Freibergerwallach 20 Jahre

Beitrag von Sasa » Mi 14. Sep 2016, 08:12

Annette hat geschrieben:Ich kenne die Schuhe von 2 Bekannten, die sie bei Rehefällen eingesetzt haben. Ich finde das wichtigste, dass man erstmal was hat, womit die Pferde gut laufen können. Gut dass es heutzutage so viele unterschiedliche Möglichkeiten gibt. Bewegung ist ja nicht unwichtig. Dass man bei solchen Fällen die Bewegung trotzdem moderat hält, versteht sich von selbst.
Du sprichst mir aus der Seele :)

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Re: Freibergerwallach 20 Jahre

Beitrag von Kathy71 » Mi 14. Sep 2016, 08:19

Sasa hat geschrieben:
Annette hat geschrieben:Ich kenne die Schuhe von 2 Bekannten, die sie bei Rehefällen eingesetzt haben. Ich finde das wichtigste, dass man erstmal was hat, womit die Pferde gut laufen können. Gut dass es heutzutage so viele unterschiedliche Möglichkeiten gibt. Bewegung ist ja nicht unwichtig. Dass man bei solchen Fällen die Bewegung trotzdem moderat hält, versteht sich von selbst.
Du sprichst mir aus der Seele :)
Sicher ist Bewegung sehr wichtig und es ist auch gut, Schuhe zu haben, mit denen das Pferd schmerzfrei laufen kann.
ABER: Wenn ein Pferd solche Spezialschuhe braucht, dann ist etwas GRUNDSÄTZLICH FALSCH!

Die Kunst ist jetzt rauszufinden, WAS da falsch läuft.
Ich würde gerne mal Bilder vom ganzen Pferd und den Hufen sehen und mehr Infos haben, wie der in den letzten 10 Jahren gehalten und geritten wurde.

Und noch etwas fällt mir ein: Schmerzen bei "Verkippen" des Hufes bzw. zu viel Bewegung im Huf, können auch ganz harmlose Dinge wie Pilz in der mittleren Strahlfurche oder reindrückende Eckstreben auslösen...

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Re: Freibergerwallach 20 Jahre

Beitrag von Sasa » Mi 14. Sep 2016, 08:21

Windsor hat geschrieben:Da ich leider Erfahrung habe mit Hufknorpelverknöcherungen muss ich sagen das ich eigentlich bezweifel das es daran liegt - die Verknöcherung ist ja minimal. Auch die Symptome passen dafür nicht so wirklich, gerade harter Boden wär dann schlimm für dieses Pferde - aber du schreibst ja das er aus Asphalt gut geht.
Schau dir mal die einzelnen Gelenkspalten an, die sind zum Teil normal, zum Teil sehr eng zusammen - da könnte also wenn der Boden uneben ist in weiterer Folge Knochen an Knochen reiben.
Die Trachten könnten auch noch ein bisschen niedriger werden - was man bei der seitlichen Röngtenaufnahme erkennen kann.

Da du ja leider auch keine eindäutige Diagnose bekommen wirst (ähnlich wie bei meiner Noriker Stute) - würd ich an deiner Stelle mal auf Nummer sicher gehen.
Hufbearbeitung optimieren + Duplo Jumper Beschlag. Dieses Modell ist zwar eigentlich fürs Springen gedacht, aber durch den geschlossenen Eisenkern kann man es auch gezielt für Probleme einsetzten. Durch den Kunststoff hättest du bessere Dämpfung, durch den geschlossenen Metallkern wird der Huf stabilisiert - somit könnte falls es von der Hufknorpelverknöcherung kommen würde (auch wenn ich nicht denke das es davon kommt) die Verknöcherung nicht auf die Hufwand drücken - somit tut nichts weh. Gleichzeitig würdest du die Sehnen entlasten - die Probleme können ja auch davon (Sehne, Schleimbeutel usw.) kommen. Falls das Problem durch eine Arthrose kommen würde, wär die zusätzliche Dämpfung durch den Duplo auch sehr gut.
Vielen Dank für Deinen Input.Ich vergass zu erwähnen das wir einen Beschlag mit Duplos schon versucht haben,aber damit lief er gar nicht gut.fast schlechter als Barfuss :( Irgendwie war das ganze wohl zu wenig flexibel für seine Hufe...Er läuft ja auch mit den Cavallo und versch.Easyboot varianten nicht mehr gut.Ich denke da ist die eher harte wenig flexible Sohle der Schuhe das Problem.Mussten übrigens den Beschlag 2 Tage später wieder runter nehmen.Ja die Gelenkspalten das hat was.Habe ich total übersehen.Musste Lupe nehmen :) Vielen Dank

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