Hufe zu kurz - nichts geht mehr

Bearbeitungstechniken
Löwenzahn
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Hufe zu kurz - nichts geht mehr

Beitrag von Löwenzahn » Di 28. Mär 2017, 18:42

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Hallo, ich habe mein Sportpferd, voll im Training stehend, ein Jahr selbst beraspelt und vorn mit Duplos beklebt. Es lief die ganze Zeit gut. Nun habe ich wieder einen Schmied gefunden und war erfreut, dass der auch klebt und Kunststoff bevorzugt.War zweimal da mit 4 Wochen Abstand. Beim ersten Mal habe ich schon gestaunt, was alles weggenommen hat (vor allem meine gehegten Trachten) und über die Schwebe unter Beschlag, aber Pferd lief. Beim zweiten Mal geht nichts mehr. Seit 10 Tagen Pulsation, lahmt qausi vorn beidseits, Rücken fest, kann keinen Schritt auf Beton gehen, Sehnen angelaufen, Sohle beidseits weich eindrückbar. Schmied verschiebt die Termine immer weiter, bisher nicht erschienen.
Gestern schmiedekundigen TA gerufen: Pulsation, stark fühlig, beids. lahm, Hufe deutlich zu kurz, Huf zu klein, sind kleiner als hinten und Kunststoffeisen jetzt 6 mm kleiner als vorher, Hufform nicht mehr rund, sondern oval, Tragrand zu hoch berundet, damit nicht mehr tragfähig, seitliche Schwebe von 6 mm. Nageln sei absolut nicht möglich. Mindestens noch 8 Wochen außer Gefecht, Problem Muskelabbau, Risiko Sehne, Hufrolle.
Er meinte nach langem Überlegen, es gibt keine vernünftige Lösung, ich solle versuchen den Tragrand und die Schwebe mit Superfast wieder anzukleben, würde aber wohl nicht halten, Aufpassen, dass nicht zu heiß. Und dann Duplos mit Laschenkragen kleben.
Problem ist, wenn ich sie so auf Duplos stelle, sinkt sie hinten mit den nur noch punktförmigen Trachten ein, vorn aber nicht und die Last geht auf die Sehne und Hufrolle. Und Superfast auf abgerundeter Tragwand? Das hält echt nicht. Ich könnte noch jemand kommen lassen, der Dallmer Clogs klebt, aber ich denke noch mit Epoxy, ansonsten mit Vettec. TA meint, das könnte zu heiß werden? Oder in Hufschuhe stellen? Evt. ginge noch ein fester Kunststoffbekleb, z.B. Dynamix HT? DAnn sinkt sie nicht ein, hat aber trotzdem nur Drei-Punkt-Auflage.Wer weiß Rat? War die Bearbeitung normal??
Schmied hatte Easyshoe mit Kragen versehen und geklebt, aber die sind zu kurz und drücken in den Stahl hinten und sind stark geriffelt, weil für Auffüllen mit Vettec gedacht, damit habe ich dann noch dreimal 1 mm² Auflage, das autscht doch bestimmt? Die sind jetzt runter wegen der Beschwerden und Hufschuhe drauf 24 h.
Schmied hatte wenig gesprochen, aber gesagt,er macht die Schwebe, weil der seitliche Kronrand ist hochgestaucht und die ganze Wand senkt sich herab, wenn sie schwebt. Die rutscht quasi runter.
Ich bekomme keine Fotos hochgeladen, es heißt immer, Datei zu groß, dabei habe ich sie schon verkleinert. Habe Fotos ins facebook geladen schicke per pn die Adresse.
LG Löwenzahn
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Zuletzt geändert von Löwenzahn am Di 28. Mär 2017, 23:09, insgesamt 1-mal geändert.

Heike4
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Re: Hufe zu kurz - nichts geht mehr

Beitrag von Heike4 » Di 28. Mär 2017, 19:40

Huhu, stelle doch den Link zu den Fotos auf Facebook hier rein, dann können die schauen, die auch bei FB sind.
Wenn du ein Foto nach dem anderen hochlädst, dürfte es evtl. auch hier klappen.
Und vorzugsweise Fotos so einstellen, dass man beim Gucken keinen schiefen Hals bekommt :)

Gruß Heike
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Re: Hufe zu kurz - nichts geht mehr

Beitrag von Lesley » Di 28. Mär 2017, 21:29

Schick mal den Link zu den Fotos, ich guck dann mal, warum es nicht hochlädt.
"Experience is the hardest kind of teacher. It gives you the test first and the lesson afterward." ~Oscar Wilde

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Re: Hufe zu kurz - nichts geht mehr

Beitrag von Kathy71 » Di 28. Mär 2017, 23:10

Mhm...ich weiss nicht...auf dem Foto finde ich die Trachten eher noch zu lang (untergeschoben). :oops:

Bist Du sicher, dass die Pulsation und die weiche Sohle von der Bearbeitung kommt? Wurde viel Sohlenhorn weggenommen (Gewölbe hergestellt)?
Steht das Pferd schon auf der Weide???

Selbst erlebt: Pferd hochgradig lahm auf hartem Boden, weiche Sohle und starke Pulsation. Der TA war auch der Meinung, dass die Hufe "zu kurz" sind. Waren sie aber nicht, es war eine Rehe (Pferd zu pummelig, zu früh zu viel Gras, versehentlich das stark melassierte Kraftfutter eines Fahrpferds gefuttert)...Pferd läuft heute auf genau exakt gleich kurzen Hufen völlig problemlos.

Löwenzahn
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Re: Hufe zu kurz - nichts geht mehr

Beitrag von Löwenzahn » Di 28. Mär 2017, 23:13

Der andere Huf aktuell. Pulsation geht zurück. Bloß wie soll ich ihn jetzt versorgen? Barhuf geht gar nicht, nageln auch nicht. Welcher Bekleb wäre geeignet und was mache ich mit der Schwebe? Und was hat der Schmied da eigentlich gemacht?
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Re: Hufe zu kurz - nichts geht mehr

Beitrag von Löwenzahn » Di 28. Mär 2017, 23:16

So sah der Huf ein paar Wochen vorher aus. Pferd lief und war bis zum Schmiedtermin in vollem sporttraining.
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Löwenzahn
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Re: Hufe zu kurz - nichts geht mehr

Beitrag von Löwenzahn » Di 28. Mär 2017, 23:23

Kathy71 hat geschrieben:Mhm...ich weiss nicht...auf dem Foto finde ich die Trachten eher noch zu lang (untergeschoben). :oops:

Bist Du sicher, dass die Pulsation und die weiche Sohle von der Bearbeitung kommt? Wurde viel Sohlenhorn weggenommen (Gewölbe hergestellt)?
Steht das Pferd schon auf der Weide???

Selbst erlebt: Pferd hochgradig lahm auf hartem Boden, weiche Sohle und starke Pulsation. Der TA war auch der Meinung, dass die Hufe "zu kurz" sind. Waren sie aber nicht, es war eine Rehe (Pferd zu pummelig, zu früh zu viel Gras, versehentlich das stark melassierte Kraftfutter eines Fahrpferds gefuttert)...Pferd läuft heute auf genau exakt gleich kurzen Hufen völlig problemlos.
Tierarzt schließt Rehe aus. Bekommt sowieso kein Kraftfutter, nur Handvoll gegen Eifersucht, jetzt gar nichts mehr, nur Mineral pur. Dafür Heu satt, auch vorher (ich versuche optimale Haltung mit Sportreiten zu verbinden), ist täglich 10 Stunden auf Sandkoppel, kein Gras aktuell. An der Sohle wurde geschnitzt. Genau die Stellen sind eindrückbar, wo besonders dran gearbeitet wurde. Ist weiter auf sandkoppel mit gepolsterten Schuhen.
Problem ist, wie ich die Hufe jetzt versorgen soll? Was mit der Schwebe mach ? und wann sie wieder leicht arbeiten kann, wenn die Schmerzen weg sind oder wenn die Schwebe rausgewachsen ist? Sie explodiert bald vor KraftÜberschuss, stand ja in vollem Training.

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Re: Hufe zu kurz - nichts geht mehr

Beitrag von kelte » Mi 29. Mär 2017, 07:34

Servus!

Wurde die Sohle mit der Untersuchungszange abgedrückt?
Ich würde mich bei meinen Überlegungen nicht so sehr auf die Schwebe konzentrieren. Wäre sehr ungewöhnlich, wenn das die Ursache für die Fühligkeit wäre.
Mir wirken weder die Hufe selbst, der Tragrand noch die Tachten zu kurz. Bei den Trachten meine ich sogar noch den Stresspunkt zu erkennen.

Ich würde dicke und weiche Einlagen in den Hufschuhen versuchen, dann sollte die Sache bald besser werden, wenn es tatsächlich an den zu kurzen Hufen, oder beschnittener Sohle liegen sollte.

Selbst Rehe würde ich noch nicht ganz ausschließen. Die kann ja auch andere Ursachen haben, als die Fütterung, etwa Überlastungsrehe, oder ausgelöst durch Impfungen, Entwurmung oder Vergiftung. Ebenso wäre eine Sohlenlederhautentzündung denkbar.

Grüße

Löwenzahn
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Re: Hufe zu kurz - nichts geht mehr

Beitrag von Löwenzahn » Mi 29. Mär 2017, 08:53

Hallo, ja, der TA hat die Sohle abgedrückt, sogar im vorderen Bereich, wo noch ein restchen der zehenschwiele überlebt hat, sprang sie in die Luft. Um die strahlspitze herum ist die Sohle an den bearbeiteten Stellen nachgiebig und empfindlich auf daumendruck. Da hat er nicht mehr weiter gedrückt.
Kein Gras, keine Impfung, keine wurmkur im letzten Monat. Hafer sowie nur eine Handvoll, seit Schmiedtermin null. Pferd lebt von Heu und arbeitete täglich eine bis 1,5 Stunden mittelschwer.
Bis zum Schmiedtermin :?
Würde nun nach fast zwei Wochen endlich erscheinen. Kann ich ihn nochmal ranlassen, um was drunterzusetzen? Feilen verboten? Oder lieber nicht mehr?

balumimo
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Re: Hufe zu kurz - nichts geht mehr

Beitrag von balumimo » Mi 29. Mär 2017, 09:28

Was spricht für Dich gegen diesen Rat?
kelte hat geschrieben:Ich würde dicke und weiche Einlagen in den Hufschuhen versuchen, dann sollte die Sache bald besser werden, wenn es tatsächlich an den zu kurzen Hufen, oder beschnittener Sohle liegen sollte.
Bei z. B. Krämer könntest Du schnell zu einigermaßen passenden Hufschuhen kommen. Ich glaube, dass es die Möglichkeit gibt sie gegen eine Gebühr wieder zurückzubringen, wenn Du feststellst, dass sie nicht passen. Du musst Dich dann außerdem mit dem Einlagenthema beschäftigen und rumprobieren.

Um Berlin herum gibt es außerdem durchaus Hufbearbeiter, die nicht in Sohlen schnitzen, denke ich…

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