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von saskia » Mo 1. Sep 2014, 13:51
Watte ist doof, die zieht Feuchtigkeit an. D.h. auch kontaminierte Feuchtigkeit aus Pinkelstellen. Mull soll wohl beser sein in der Hinsicht. Keralit Undercover schliesst meinem Empfinden nach (kann sein dass ich mich irre, - ist halt nur intuitiv) auch zu sehr ab, sodass tief drinnen Restbakterien in Ruhe weiter wohnen können. In dem Beipackzettel von Undercover steht ja, dass man befallene Stellen erst gut sauber ausschneiden muss und dann das Undercover drauf. Aber bei Kanälen und Höhlen klappt das mit dem komplett sauber ausscheiden ja nicht so gut.
Ich hab nur Betaisadonna ins Loch gemacht und dann Heilerde draufgeschmiert, aber wir hatten auch kein Riesenloch. Falls das Loch grösser wär, würd ich Heilerde plus Mull nehmen. Heilerde wirkt ja saugend und zieht Resteiter raus (ich weiss nicht ob undercover ebenso wirkt. Wenn ja, wär's ja auch gut). Und - vor allem : bei Riesenloch weiterhin tauglichen Hufschutz, der die empfindliche Stelle, die erst mit einer dünnen Hornschicht überzogen ist, gegen übermässigen Druck von unten schützt, sonst habt ihr gleich wieder einen Bluterguss, wenn die Stelle auf ein Steinchen trifft. Ich hab (bei unserem weniger grossen Loch) die schwarze EB-Einlage per Panzertape direkt am Huf festgeklebt (Einlage von unten auch noch mit einigen Lagen Panzertape geschützt. Kein Schuh drüber, weil bei uns auch noch was am Kronrand rausgekommen war und meine EQF-Hufschuhe über den Kronrand gehen und das an der Durchbruchstelle gedrückt hätte. Das mit der Einlage am Huf festgeklebt ging gut. Und hält auch gleichzeitig die Taponade im Loch drin. Wenn dein Pferd weiterhin den Krankenschuh trägt, wär's vielleicht 'ne Idee, trotzdem vor dem Anziehen 'ne Einlage (oder Stück Campingmatte) am Huf festzutapen, damit die Tamponade da bleibt wo sie sein soll.
Theorie ist, wenn man alles weiß und nichts klappt. Praxis ist, wenn alles klappt und keiner weiß warum. Oft sind Theorie und Praxis vereint: nichts klappt und und keiner weiß, warum.