Frage zu Schmerzen bei Rehe

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Mascha
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Re: Frage zu Schmerzen bei Rehe

Beitrag von Mascha » Fr 15. Feb 2019, 10:53

Ja, ich fürchte auch, dass der entgleiste Stoffwechsel aktuell unser größtes Problem ist, warum es nicht besser wird. Ich habe jetzt noch von der Hufpflegerin einen Tipp bekommen, an wen ich mich diesbezüglich noch wenden kann und werde das auch mal tun.
Viele Grüße, Mascha
Alles, was ich an Beurteilungen abgebe, basiert auf dem Material, das mir dafür zur Verfügung gestellt wurde. Natürlich müsste man für eine vollständige, seriöse Beurteilung der Hufe das Pferd live und in Bewegung sehen.

diala
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Re: Frage zu Schmerzen bei Rehe

Beitrag von diala » Fr 15. Feb 2019, 17:53

Mascha hat geschrieben:
So 10. Feb 2019, 11:51
Bleibt nur noch das Problem, dass sie seit Tagen so gut wie nichts frisst,
übrigens, falls du eine(n) Akupunkteur(in) zu Hand hast: es gibt einen wichtigen Punkt, der zum Fressen anregt (Mi-jiao-gan, beschrieben bei Dr. Xie). Könnte (mit noch ein paar andern Punkten, wegen der Hufrehe) u.U. helfen...

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Mascha
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Re: Frage zu Schmerzen bei Rehe

Beitrag von Mascha » Fr 15. Feb 2019, 20:14

Es ist nicht so, dass sie keinen Appetit hat. Sie möchte nur das nicht essen, was sie essen darf. Sie möchte Maiscobs und geschroteten Hafer. Sie stürzt sich auch wie ein Raubtier aufs Heu, nur kann sie das eben nicht wirklich essen, auch wenn sie wohl mittlerweile die Röllchen teilweise runterwürgt.
Viele Grüße, Mascha
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Dianne
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Re: Frage zu Schmerzen bei Rehe

Beitrag von Dianne » So 17. Feb 2019, 09:02

Klingt nicht gut. Hatte die Hoffnung sie ist inzwischen schmerzfrei :(

Ich weiß, die Frage tut weh, wie lange gibst Du der Situation in der Form noch?

Die Kombination aus „sie hat ihr langes Leben gelebt,nun seit viel zu vielen Tagen Schmerzen, kann „von allein“ quasi nicht mehr fressen und hat deutlich Hunger, der wiederum auch nicht befriedigt werden kann, legt diesen Gedanken nun mal sehr nahe. Leider.

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Re: Frage zu Schmerzen bei Rehe

Beitrag von Mascha » So 17. Feb 2019, 09:52

Naja, also aktuell sind zwei Wochen mit Reheschub vergangenen. Da denke ich jetzt nicht übers Einschläfern nach. Solange sie munter ist sowieso nicht. Das würde mein TA auch nicht machen.
Viele Grüße, Mascha
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Re: Frage zu Schmerzen bei Rehe

Beitrag von Mascha » Di 19. Feb 2019, 22:20

Die neuen Cobs sind seit Gestern da. Sie frisst jetzt deutlich besser.

Ich habe den TA nochmal gerufen, weil sie nach wie vor am linken Huf die Trachten entlastet und nur mit der Zehe auftreten will. Was ich ja ein bisschen untypisch für Rehe finde. Es war auch nichts dick und warm oder sonstwie auffällig im hinteren Hufbereich. TA und Hufpflegerin hatten gehofft, dass sich das mit dem Beschlag mit Polster gibt, aber es wurde eher schlechter. Naja, jetzt wo er nochmal da war hat der TA festgestellt, dass ihr das Beugen des Hufgelenks Schmerzen bereitet. Unter den linken Beschlag wurde dann versuchsweise ein kleiner Holzklotz zur Erhöhung der Trachten getaped. Danach stand sie erheblich besser mit dem linken Bein. Er hat dann geguckt, ob sie auch rechts beim Beugen des Hufgelenks reagiert. Hat sie, also hat sie dort auch einen Klotz bekommen. Es geht ihr damit erstmal besser und wir wollen es die nächsten Tage beobachten. Er hat zwar selber gesagt, dass es irgendwie nicht ganz logisch ist, weil sie ja mit Klotz unter den Trachten noch mehr gebeugt im Hufgelenk ist, aber Versuch mach eben kluch und wenn ihr das jetzt gerade hilft, dann ist es eben so.
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Re: Frage zu Schmerzen bei Rehe

Beitrag von Dianne » Fr 1. Mär 2019, 10:38

Zufallsfund - allgemein zu Rehe im Winter:

https://www.facebook.com/photo.php?fbid ... =3&theater

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Re: Frage zu Schmerzen bei Rehe

Beitrag von Mascha » Fr 1. Mär 2019, 11:06

Hi, Kälterehe wurde zuerst auch in Betracht gezogen, bevor das vollkommen katastrophale Ergebnis der Blutuntersuchung zurück kam. Aber so wie sich die Blutuntersuchung darstellt, war Kälte, wenn überhaupt, nur ein ganz geringer Faktor dabei.

Mittlerweile hat sie übrigens einen Keil von der Hupfpflegerin unter den Beschlag gecastet bekommen. Sie steht immer besser, geradeaus und rechtsherum läuft sie langsam auch deutlich besser, linksherum ist noch die schlechteste Seite, da kommt sie noch nicht gut klar. Vom Gemüt her geht es ihr die letzten Tage immer besser. Sie langweilt sich offensichtlich, steht viel am Tor des Paddocks und will raus und streitet sich über den Zaun mit anderen Pferde, wer an welcher Stelle am Zaun stehen darf und wer nicht.

Sie wird jetzt weiter die Keile behalten und Metacam bekommen bis sie auch linksherum gut laufen kann. Dann wird entschieden, ob zuerst die Keile oder der Entzündungshemmer verringert werden. Außerdem wird wenn sie schmerzfrei ist nochmal ein EMS/ECS-Profil gemacht, um sicher zu gehen, dass die Prascend-Dosis nun hoch genug ist.
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Re: Frage zu Schmerzen bei Rehe

Beitrag von Mascha » Mo 6. Mai 2019, 11:11

Nachdem in der Zwischenzeit verschiedene Beschläge ausprobiert worden sind und wir auch nochmal eine weitere Expertin da hatten, sie aber eigentlich immer nur schlecht oder schlechter lief, habe ich vor drei Wochen mit dem TA zusammen nochmal alles abgemacht und entschieden, dass ich das ab jetzt erstmal selber in die Hand nehme. Ich habe mich im Baumarkt mit dem eingedeckt, was man so zum basteln braucht und habe ihr einen Beschlag aus Siebdruckplatten, Rehepolster und Cast gebaut, mit dem sie sofort geradeaus im Schritt so gut wie lahmfrei lief. Den hat sie jetzt etwas über zwei Wochen drauf und in der Zeit habe ich das Metacam schrittweise vollständig absetzten können, ohne dass sie wieder schlechter läuft.

Da sie in ihrem kleinen Bereich etwas zu aktiv geworden ist und offenbar jetzt auch mehr Bewegungsdrang verspürt, habe ich angefangen, mit ihr kurze Spaziergänge zu machen und sie zu den anderen Pferden (die zum Glück alle sehr nett zu ihr sind) stundenweise auf den Matschpaddock zu lassen.

In der Zwischenzeit wurde auch nochmal ein Bluttest gemacht, der gezeigt hat, dass ACTH-Wert, Insulin und Glukose zwar deutlich runtergegangen sind mit der gesteigerten Pergolid-Dosis, aber noch lange nicht im Normalbereich. Daher wurde jetzt auch noch schrittweise die Pergolid-Dosis etwas erhöht und es macht den Anschein, als ginge es ihr jetzt stetig besser. Ich werde den Wert dann in etwa zwei Wochen nochmal kontrollieren lassen.

Ich bin gespannt, wenn ich nächstes Wochenende den Beschlag neu mache, ob man dann wohl schon sieht, dass es von oben steiler nachwächst. An den Hinterhufen sieht man es nämlich schon sehr deutlich.
Viele Grüße, Mascha
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