Negative Palmarwinkel

Bearbeitungstechniken

Re: Negative Palmarwinkel

Beitragvon corolla » Mi 2. Mai 2018, 15:31

Wenn ich sie und das, was ich online gelesen habe, richtig verstanden habe, dann kann man den Kronrand auf digitalen Bilder durch Einstellungen in der Software aber sehen.
Ich werde heute abend mal probieren, ob und wie das geht und dann das Bild nochmal hochladen.

Nun aber nochmal zum Palmar-/Plantarwinkel:
Soll dieser quasi Null sein oder positiv?
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Re: Negative Palmarwinkel

Beitragvon corolla » Mi 2. Mai 2018, 15:34

Kann man sagen wie dick die Sohle bei einem Barhufpferd im Mittel ist?
Auch davon habe ich leider keine Ahnung.
Dementsprechend konnte ich auch nicht einschätzen, ob 2cm Sohlendicke viel, wenig oder normal sind.
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Re: Negative Palmarwinkel

Beitragvon saskia » Mi 2. Mai 2018, 18:48

Kathy71 hat geschrieben: ...

Leider ist der Kronrand nicht markiert, so dass man nicht erkennen kann, ob eine Absenkung vorliegt.


Den Kronrand braucht man nicht unbedingt, um eine Absenkung erkennen zu können. Da das Hufbein nicht an der Wand entlang runterrutscht, sondern der Schwerkraft folgend senkrecht absinkt, erkennt man eine Absenkung auch an dem Abstand Hufbein-Hufwand : http://equivetinfo.de/html/hufbeinsenkung.html

Bei Corolla scheint mir keine Absenkung vorzuliegen.

Was die Bodenparallelität angeht : da vermisse ich eine erkennbare Bodenlinie. Also die Platte wo der Huf drauf steht. Das Bild sieht so aus, als wenn der Huf auf einer weichen (??) Unterlage steht, wo die Zehe tiefer einsinkt als der Rest des Hufes.

Eine 2 cm dicke Sohle halte ich für ziemlich unwahrscheinlich. Ich kenne mich mit Sohlenstärken diverser Rassetypen zwar nicht genau aus, aber 2 cm finde ich extrem dick! Könnte vielleicht bei Hartboden-Mustangs vorkommen, aber nicht bei unseren Rassen/Haltungsbedingungen. (Sieht übrigens auch nicht nach 2cm aus. Wird wohl Messfehler sein.).
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Re: Negative Palmarwinkel

Beitragvon corolla » Mi 2. Mai 2018, 21:08

Sie stand auf 2 Holzbrettern. Auf ihrer Ansicht hat man diese als Linie auch erkennen können. Es ist wirklich ärgerlich, dass auf der CD nur das eine Bild drauf ist. Beim Messen der Sohlendicke stand ich nebendran. Je nach Huf hat das Programm 18-21 mm angezeigt. Aber natürlich weiss ich nicht wie genau sie ihre Messpunkte gesetzt hat.
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Re: Negative Palmarwinkel

Beitragvon Sabine » Do 3. Mai 2018, 08:55

corolla hat geschrieben:Kann man sagen wie dick die Sohle bei einem Barhufpferd im Mittel ist?....


Einfach mal konkret googeln. Manu Volk (auch empfehlenswert; habe ich gestern vergessen) gibt 1,5 - 2,5 cm Sohlendicke an. Pete Ramey liegt bei 1/2" (=1,27 cm) - 3/4" (= 1,905 cm).

Es ist sehr schade, dass RöBis ohne Marker gemacht wurden. Eine seriöse Beurteilung ist somit schwierig bis unmöglich.

VG
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Re: Negative Palmarwinkel

Beitragvon corolla » Di 8. Mai 2018, 12:58

Ihr Lieben,
fühlt sich jemand von euch berufen via Dropbox die Daten der Patienten-CD zu laden und die Röntgenbilder für mich anzuschauen?

Ich habe die Bilder mal ausgedruckt und auf Papier Winkel gemessen. Demnach hätten wir folgende Winkel:
VL 3 Grad
VR 5,5 Grad
HL -3 Grad
HR -2,7 Grad

Und das bei einem "Normalbefund" laut einer Präsentation von Dr. Tina Gottwald von
Vorne 5-10 Grad
Hinten 0-5 Grad......
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Re: Negative Palmarwinkel

Beitragvon corolla » Di 8. Mai 2018, 13:10

Das Blatt hatte ich seitlich verlängert für den Schnittpunkt...
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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Re: Negative Palmarwinkel

Beitragvon Nupur » Mi 9. Mai 2018, 01:07

Was ist jetzt eigentlich Dein Problem?
Das ein Pferd, welches 4 Jahre auf der Wiese herumstand, keine belastbaren Hufe hat, und diese auch eine Formveränderung haben durchlaufen können - geschenkt!
Ansonsten sehe ich keine äußeren Merkmale einer negativen Sohlenebene des Hufbeins, wie eine konvexe Zehenwand, einen verbogenen Kronsaum oder einen vorgefallenen Strahl. Was ich aufgrund der tiefen Einbettung des Strahls mutmaßen könnte, wäre die sehr dicke Sohle und damit auch eine zu lange Zehe. Das würde dann auch die Gradzahlen, die Du aus den Röntgenbildern ermittelt hast, erklären.
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Re: Negative Palmarwinkel

Beitragvon corolla » Mi 9. Mai 2018, 08:39

Lieben Dank, Nupur, für deine Einschätzung! Das hilft mir sehr.
Ich habe leider zu wenig Ahnung von Hufen, als dass ich das so hätte ausdrücken können. Aber vermutlich trifft deine Einschätzung die Realität am meisten. Die Stute steht seit vier Jahren auf der Koppel, weil sie immer wieder lahm ging und mehrere Kliniken in 2 Szintigraphien, unzähligen Röntgenbildern, Ultraschall und so weiter keine Ursache für die Lahmheit finden konnten.
Aktuell gibt es in den USA einen experimentellen Gentest auf PSSM Typ 2, den ich Ende letzten Jahres habe machen lassen. Dieser fiel positiv aus. Seit der Diätumstellung sieht die Stute viel viel besser aus, hat Muskulatur zugelegt, ihr Fell glänzt wieder, das nachwachsende Hufmaterial ist offensichtlich ein anderes, und tatsächlich würde ich gerne wieder anfangen etwas mit ihr zu arbeiten. Da mir die veränderte Stellung des Hufs schon beim letzten Hufschmiedtermin aufgefallen war, habe ich den Hufschmied darauf hingewiesen. Dieser sagte verständlicherweise, dass er ohne Röntgenbilder nichts von der Zehe wegnehmen möchte.
Auch im direkten Vergleich der Röntgenbilder mit denen von der Ankaufsuntersuchung vor 10 Jahren sieht die Stellung des Hufbeins etwas anders aus, und deshalb war es mir wichtig das von jemanden einschätzen zu lassen, der davon mehr Ahnung hat als ich.
Die Tierärztin fand die Röntgenbilder ja aktuell in Ordnung...
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Re: Negative Palmarwinkel

Beitragvon Sabine » Mi 9. Mai 2018, 15:03

was ist denn ein "vorgefallener" Strahl? Vll mag mir das jemand erklären?
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