Mythen und Märchen???

Alles, was sonst nirgendwo reinpasst

Mythen und Märchen???

Beitragvon stormel » Sa 21. Apr 2018, 22:39

Aus Wikipedia zum Thema Bockhuf:

"Ist das Pferd erst ausgewachsen, ist ein Bockhuf nicht mehr oder nur noch sehr bedingt zu behandeln. Würde der Huf durch Kürzen der Trachten flacher gestellt werden, würde das die tiefe Beugesehne überlasten, eine Reizung oder Entzündung der Sehne oder der komplexen Hufrolle wären die Folge. Durch die Fehlbelastung des Hufes die durch das Kürzen der Trachen entstehen kann, entwickelt sich häufig eine Belastungsrehe an diesem Huf"

Könnt Ihr das aus persönlicher Erfahrung bestätigen?
Oder ist das wieder einmal ein Fall von " Abgeschrieben von Abgeschrieben von Abgeschrieben ..."?

Ich konnte das bisher nicht beobachten!
stormel
 
Beiträge: 225
Registriert: Mi 23. Mai 2012, 21:00
Wohnort: Loitz
Einzugsgebiet: Ca. 100km Umkreis PLZ 17121 (Loitz)
Nehme aber keine Kunden mehr
Service: Gewerbliche Hufbearbeitung, ursprünglich nach Biernat, kombiniert mit Ideen der NHC

Re: Mythen und Märchen???

Beitragvon Mascha » Sa 21. Apr 2018, 23:28

Meiner Erfahrung nach kommt es darauf an, ob der Bockhuf durch die inneren Strukturen verursacht ist, oder durch falsche/fehlende Bearbeitung. Sehr viele "Bockhufe" sind gar keine "echten" Bockhufe, sondern durch falsche/fehlende Bearbeitung verursacht. Diese kann man im Normalfall korrigieren. Allerdings gibt es auch manchmal echte Bockhufe, die durch Korrekturversuche nur verschlimmbessert werden können. So meine Erfahrung.
Viele Grüße, Mascha
Alles, was ich an Beurteilungen abgebe, basiert auf dem Material, das mir dafür zur Verfügung gestellt wurde. Natürlich müsste man für eine vollständige, seriöse Beurteilung der Hufe das Pferd live und in Bewegung sehen.
Benutzeravatar
Mascha
 
Beiträge: 1867
Registriert: Fr 12. Aug 2011, 08:35
IG-Profil: http://ighif.keinhorn.de/de/mitglieder/mascha/
Einzugsgebiet: Düsseldorfer Norden und Ratingen
Service: Beratung bei Hufproblemen - Hilfe zur Huf-Selbsthilfe - Selbstraspler-Anleitung - Beurteilung von Hufen - nicht gewerblich

Re: Mythen und Märchen???

Beitragvon greenorest » So 22. Apr 2018, 13:11

Hallo,
meine Erfahrung ist, dass man die Zehenwand vom Hufbein weg hebelt, wenn man an einem Bockhuf die Trachten zu stark kürzt bzw überkorrigiert. Die Stellung des Hufbeins zum Boden ändert sich nicht oder nur marginal. Ich habe sogar schon Fälle gesehen, wo die Trachten nach der Bearbeitung in der Luft schwebten... Schon mehrfach mit eigenen Augen gesehen. Sehnenschäden, Hufrollenschäden etc kenne ich nicht. Ich halte solche Probleme dann höchstens für sekundäre Schäden, zB durch einen unpassenden Abrollpunkt.

Gruß Tina
* http://www.pro-barhuf.de -Vollständig überarbeitete Auflage des Hufbuchs erschienen *
Benutzeravatar
greenorest
 
Beiträge: 796
Registriert: Fr 12. Aug 2011, 22:32
Wohnort: Eschbronn
Einzugsgebiet: Landkreis RW
Service: (neben)gewerbliche Hufbearbeitung und Hufkurse


Zurück zu Diverses

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 4 Gäste